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Wie läuft die Heizungsinstallation ab?

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Wie läuft eine Heizungsinstallation ab und können Sie sie selbst übernehmen? Lesen Sie Schritt für Schritt, wie der Heizungstausch funktioniert, wie lange er dauert und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen, wenn Sie eine neue Heizung installieren.

Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
Aktualisiert am
Heizungsinstallateur
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Heizungsinstallation in 5 Schritten

Um eine Heizung zu installieren, sind mehrere Schritte notwendig, die am besten ein Fachbetrieb übernimmt. Denn damit die neue Heizung in Ihrem Zuhause effizient läuft, sollten alle Berechnungen sowie der Einbau fehlerfrei durchgeführt werden. Fachbetriebe kennen außerdem die aktuellen gesetzlichen Regelungen und sorgen dafür, dass Ihr neues Heizsystem allen Anforderungen entspricht.

Schritt 1: Neue Heizung planen

Im Vorfeld müssen Sie die Heizungsinstallation planen und vorbereiten. Am besten gelingt das in Zusammenarbeit mit einem Heizungsfachbetrieb oder mit Energieberater:innen. Folgende Punkte sind dabei wichtig:

  • Heizlastberechnung: Ihr Fachbetrieb wird zuerst den genauen Wärmebedarf Ihres Hauses berechnen, um die neue Heizungsanlage optimal zu dimensionieren. So wird sichergestellt, dass Ihre Heizung weder zu viel noch zu wenig Energie verbraucht.

  • Rohrnetzplanung: Hier wird festgelegt, ob vorhandene Leitungen weiterverwendet oder neue Rohre verlegt werden müssen. Auch die Position und Größe von Heizkörpern oder einer möglichen Fußbodenheizung werden bestimmt.

  • Systemauswahl: Lassen Sie sich zu den verschiedenen Heizsystemen beraten, wie z. B. Wärmepumpe, Fernwärme oder Hybridsystemen mit Öl oder Gas. Gemeinsam mit dem Fachbetrieb wählen Sie die für Ihr Haus passende Lösung, die nachhaltig und gesetzeskonform ist, und informieren Ihren Netzbetreiber über den geplanten Heizungstausch.

Person mit gelb-schwarz gestreiften Socken wärmt die Füße an einem eingeschalteten Heizkörper, während sie auf einem Holzfußboden sitzt.
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Schritt 2: Alte Heizung austauschen

Wollen Sie eine alte Heizung austauschen, müssen Sie an mehrere Punkte denken:

  • Anschlüsse kündigen: Wenn Sie z. B. Ihre Gasheizung auf Wärmepumpe umrüsten, geben Sie Ihrem Netzbetreiber Bescheid, dass Sie den alten Gasanschluss sowie Gaszähler nicht mehr benötigen. Kündigen Sie außerdem den Gasliefervertrag.

  • Alte Heizkörper entsorgen: Falls nötig, baut Ihre Fachfirma die alten Heizkörper ab und entsorgt diese ordnungsgemäß.

  • Öl- oder Gastanks entsorgen: Falls eine alte Öl- oder Gasheizung durch eine moderne Anlage wie eine Wärmepumpe ersetzt wird, werden auch alte Tanks fachgerecht entleert und entfernt.

Im folgenden Video wird erklärt, wie Sie eine Ölheizung auf eine Wärmepumpe umrüsten.

Schritt 3: Neue Heizung einbauen

Wie die Heizungsinstallation genau abläuft, hängt vom gewählten System ab. Es gibt jedoch einige Schritte, die bei vielen Heizungsarten ähnlich sind:

  • Installation der neuen Heizung: Das Heizgerät und ggf. ein Pufferspeicher werden aufgestellt und alle Rohre verlegt und angeschlossen. Je nach Heizungsart werden ein Abgassystem und ein Kondensatablauf gelegt. Außerdem können Erschließungsarbeiten, wie z. B. Tiefenbohrungen für die Erdwärmepumpe, notwendig sein.

  • Installation der Technik: Die Mess-, Steuerungs-, und Regelungstechnik wird angeschlossen und der Zähler installiert.

  • Integration von Sicherheitssystemen: Dazu gehören Überdruckventile, Sicherheitsventile und Temperaturbegrenzer. Diese Komponenten sorgen für einen sicheren Betrieb der Anlage​.

  • Heizsystem anpassen: Bei Bedarf werden neue Heizkörper und Thermostate montiert oder eine Fußbodenheizung eingebaut​ und mit dem Heizgerät verbunden.

Schritt 4: Optimierung der Heizungsanlage

Haben Sie die neue Heizung einbauen lassen, werden im nächsten Schritt einige Maßnahmen durchgeführt, um die Effizienz der Anlage sicherzustellen.

  • Dämmung der Rohre: Um Energieverluste zu vermeiden, werden die Rohre und Armaturen gedämmt. Dies vermindert den Wärmeverlust und kann Ihre Heizkosten sparen.

  • Austausch der Heizungspumpe: Um den Energieverbrauch zusätzlich zu senken, können Sie die alte Heizungspumpe gegen eine moderne, hocheffiziente Umwälzpumpe austauschen. Diese passt sich automatisch dem aktuellen Wärmebedarf Ihres Zuhauses an.

  • Hydraulischer Abgleich: Damit alle Heizkörper gleichmäßig mit Wärme versorgt werden, wird ein hydraulischer Abgleich durchgeführt. Dieser sorgt für eine optimale Verteilung des Heizwassers und spart langfristig Energie​.

Schritt 5: Inbetriebnahme und Übergabe der Heizung

Im letzten Schritt der Heizungsinstallation wird sichergestellt, dass die Anlage optimal arbeitet und Sie alle wichtigen Funktionen kennen.

  • Inbetriebnahme: Die Anlage wird mit Wasser befüllt, entlüftet und in Betrieb genommen. Ihr Fachbetrieb prüft alle Komponenten und stellt sicher, dass das System korrekt läuft. Dieser Schritt muss von einem professionellen Betrieb durchgeführt und in einem Inbetriebnahmeprotokoll dokumentiert werden.

  • Abnahme durch den Schornsteinfeger: Wenn Ihre Heizung ein Abgassystem hat, muss der oder die Schornsteinfeger:in die Anlage abnehmen, bevor sie dauerhaft genutzt werden darf.

  • Einweisung: Sie erhalten eine Einweisung in die Bedienung der Heizung, z. B. wie Sie die Heizkurve einstellen oder die Heizkörper entlüften.

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Was kostet es, eine Heizung zu installieren?

Kosten für die Heizungsmontage

Der Einbau einer neuen Heizung kostet insgesamt zwischen 2.000 und 50.000 Euro. Diese Preisspanne ist stark abhängig vom gewählten Heizsystem. Klassische Gas- oder Ölheizungen sind in der reinen Anschaffung meist günstiger als klimafreundliche Alternativen wie eine Wärmepumpe oder Pelletheizung.

Die Installation selbst setzt sich aus verschiedenen Arbeitsschritten zusammen. Die Tabelle zeigt die einzelnen Arbeitsschritte mit ungefähren Kosten:

Schritt der Heizungsinstallation

Durchschnittliche Kosten*

Planung und Beratung

1.000 - 2.000 €

Demontage und Entsorgung (nur bei Heizungstausch)

1.500 - 3.000 €

Erschließung Wärmequelle (nur bei Erd- und Wasser-Wärmepumpen)

3.000 - 15.000 €

Rohre verlegen und dämmen

3.000 - 5.000 €

Heizung installieren

2.000 - 10.000 €

Abgassystem installieren (nur bei Öl-, Gas- und Holzheizungen)

1.500 - 3.000 €

Schornsteinsanierung (nur bei Öl-, Gas- und Holzheizungen)

1.000 - 1.500 €

Hydraulischer Abgleich

700 - 1.300 €

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Stand: August 2026

Gesamtkosten für den Einbau und das Heizgerät

Zu den Kosten für die Installation kommen die Kosten für das neue Heizgerät hinzu. In der Praxis werden daher meist die Gesamtkosten für das Gerät inklusive Einbau und Zubehör betrachtet. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus (ca. 120 m²) ergeben sich folgende Gesamtpreise:

  • Elektroheizung: 2.000 - 18.000 Euro

  • Gasheizung: 10.000 - 21.000 Euro

  • Ölheizung: 11.000 - 23.000 Euro

  • Wärmepumpe: 19.000 - 50.000 Euro

  • Brennstoffzellenheizung: 29.000 - 49.000 Euro

Kosten senken durch staatliche Förderung für Heizungen

Wenn Sie sich beim Heizungstausch für eine klimafreundliche Heizung wie eine Wärmepumpe oder Pelletheizung entscheiden, profitieren Sie von attraktiven staatlichen Zuschüssen der staatlichen Heizungsförderung. Durch die Kombination aus Grundförderung und verschiedenen Boni können die förderfähigen Investitionskosten um 30 bis 80 Prozent gesenkt werden. Die förderfähigen Kosten für eine Wärmepumpe für die erste Wohneinheit sind auf maximal 28.000 Euro begrenzt. Beispiel: Bei 28.000 Euro förderfähigen Kosten beträgt der Zuschuss je nach Förderquote 8.400 bis 22.400 Euro. Der Eigenanteil liegt entsprechend bei 5.600 bis 19.600 Euro.

Wie lange dauert der Einbau einer Heizung?

Die Heizungsinstallation selbst dauert ca. 3 bis 5 Tage. Die genaue Dauer hängt vom Aufwand der Installation ab, ob z. B. neue Heizkörper oder eine Fußbodenheizung installiert wird. Sind Erdarbeiten für eine Wärmepumpe erforderlich, dauert die Heizungsinstallation ca. 3 Wochen länger. Für die Vorbereitungszeit, bis die Heizlast vor Ort berechnet wurde und Ihr Netzbetreiber die Änderungen vorgenommen hat, sollten Sie ca. 4 Wochen einplanen.

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Welche Heizung passt zu meinem Haus?

Ihre neue Heizung sollte nicht nur zu Ihrem Haus passen, sondern sich auch langfristig lohnen und zukunftssicher sein. Es ist wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll, künftig ohne Gas oder Öl zu heizen. Ein klimafreundlicher Heizungstausch schützt Sie vor stetig steigenden CO₂-Preisen und bietet eine nachhaltige Lösung, die vom Staat gefördert wird. Im Neubau sind neue fossile Heizungen ab dem 1. Januar 2030 durch den „Nullemissionsstandard“ des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) verboten.

Klimafreundliche Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energien

Diese Heizsysteme sind klimafreundlich und erfüllen die gesetzlichen Vorgaben für die Zukunft:

Fossile Heizsysteme

Diese Heizsysteme verursachen mit fossilem Brennstoff hohe CO2-Emissionen und müssen ab 2029 die Vorgaben der sogenannten „Biotreppe“ erfüllen, also einen steigenden Anteil an Bio-Brennstoff nutzen:

Was ist die gesetzliche „Biotreppe“?

Wer in einem Bestandsgebäude eine neue Gas- oder Ölheizung einbaut, ist gemäß § 43 des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) dazu verpflichtet, dem fossilen Brennstoff schrittweise einen steigenden Anteil an klimaneutralen Energieträgern wie Biomethan oder Bio-Öl beizumischen. Diese gesetzlich vorgeschriebene Stufenregelung wird als „Biotreppe“ bezeichnet:

  • ab 2029: mindestens 10 %

  • ab 2030: mindestens 15 %

  • ab 2035: mindestens 30 %

  • ab 2040: mindestens 60 %

  • ab 2045: 100 %

Da klimafreundliche Bio-Brennstoffe knapp und im Einkauf deutlich teurer als fossile Brennstoffe sind, steigen die laufenden Heizkosten mit jeder Stufe spürbar an.

Kombinierte Heizsysteme

Diese Anlagen verknüpfen entweder zwei verschiedene Energiequellen miteinander (z. B. Gastherme plus Wärmepumpe) oder erzeugen neben der Heizwärme gleichzeitig Strom. Wie klimafreundlich sie in der Praxis sind, entscheidet ihr Betrieb: Sie heizen klimaschonend, wenn erneuerbare Energien die Hauptlast tragen oder grüne Brennstoffe wie Biogas genutzt werden. Läuft die Anlage jedoch zum Großteil mit fossilem Brennstoff, bleiben auch die CO₂-Emissionen entsprechend hoch.

Vorteile und Nachteile der unterschiedlichen Heizungssysteme

Klimafreundliche Systeme wie Wärmepumpen oder Pelletheizungen haben zwar höhere Anschaffungskosten, punkten jedoch langfristig durch niedrige Betriebskosten und attraktive Förderungen. Sie sind zukunftssicher und erfüllen die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Sie sind daher aktuell die beste Wahl für die Heizungsinstallation.

Fossile Heizsysteme wie Gas- oder Ölheizungen sind zwar günstiger im Einbau, doch die Heizkosten werden langfristig steigen. Ab 2029 müssen neu eingebaute Modelle einen steigenden Anteil klimaneutraler Brennstoffe nutzen. In einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaft warnen Expert:innen daher vor einer Kostenfalle, da Bio-Brennstoffe knapp und teuer sind.

Um das passende Heizsystem für Ihr Zuhause zu finden, lassen Sie sich am besten von einem Fachbetrieb beraten. Dieser analysiert Ihre individuellen Anforderungen, findet die optimale Lösung für Sie und sorgt für eine reibungslose Heizungsinstallation.

Das ist Aroundhome

Wir von Aroundhome unterstützen Sie dabei, Ihre Hausprojekte erfolgreich und stressfrei umzusetzen – durch individuelle Beratung und die Vermittlung passender Fachfirmen. Unser Service ist für Sie komplett kostenfrei und unverbindlich, wir finanzieren uns über die Zusammenarbeit mit den Fachfirmen.

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Häufig gestellte Fragen

Was gehört zur Heizungsinstallation?

Zur Heizungsinstallation gehören 5 Schritte: 1. Die Planung der neuen Heizung (einschließlich Heizlastberechnung und Rohrnetzplanung), 2. der Austausch und die Entsorgung der alten Heizung, 3. der Einbau der neuen Heizung mit Heizkörpern und Sicherheitssystemen, 4. die Optimierung durch Rohrdämmung und hydraulischen Abgleich sowie 5. die abschließende Inbetriebnahme und Einweisung.

Welche Heizung darf ich 2026 noch einbauen?

Im Jahr 2026 dürfen Sie in Bestandsgebäuden weiterhin alle Heizungssysteme einbauen – neben Wärmepumpen, Holzheizungen oder Fernwärme auch klassische Gas- und Ölheizungen. Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist die starre 65-Prozent-Regel für den Altbau entfallen; allerdings verpflichtet der Einbau einer neuen fossilen Heizung ab 2029 zur schrittweisen Beimischung teurer, klimaneutraler Brennstoffe. In Neubauten ist der Einbau einer klassischen Öl- oder Gasheizung, die CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen produziert, ab dem 1. Januar 2030 untersagt.

Wie viel kostet eine Heizungsinstallation?

Die Kosten für eine Heizungsinstallation variieren zwischen etwa 2.000 Euro für den Einbau von Elektroheizungen und 50.000 Euro für die Installation einer Wärmepumpe. Bei der Umrüstung auf eine Wärmepumpe oder eine andere klimafreundliche Heizung können Sie bis zu 80 Prozent Förderung erhalten.

Kann ich meine Heizung selbst einbauen?

Einige Heizungen wie Elektroheizungen können Sie selbst installieren. Jedoch erfordert die Installation komplexerer Systeme wie Wärmepumpen, Gas- oder Pelletheizungen unbedingt Fachkenntnisse und sollte daher einem Fachbetrieb überlassen werden. Zudem gewährleistet die professionelle Heizungsinstallationen die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und den Versicherungsschutz.

Für welche Heizungen besteht Austauschpflicht?

Aktuell besteht für keine bestehende Heizung eine gesetzliche Austauschpflicht. Die frühere Austauschpflicht für über 30 Jahre alte Konstanttemperaturkessel, die mit Öl oder Gas betrieben werden, wurde mit dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) gestrichen. Das bedeutet, dass Sie Ihre alte Heizungsanlage unabhängig von ihrem Alter oder der verwendeten Technik weiterbetreiben und bei Defekten reparieren lassen dürfen, solange sie funktionstüchtig und betriebssicher ist.

Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
Lina Strauss ist seit über drei Jahren bei Aroundhome und hilft unseren Leser:innen mit ihren Artikeln dabei, die wichtigsten Infos zu allen Themen rund ums Haus auf einen Blick zu finden. Ihr Interesse liegt vor allem bei zukunftsweisenden Themen aus dem Energie- und Immobiliensektor.

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