Rollläden lassen sich problemlos nachträglich einbauen. Viele Eigentümer:innen wünschen sich dabei ein System, das keine baulichen Veränderungen erfordert. Hierfür eignen sich vor allem Außenrollos, die einen außen liegenden Rollladenkasten haben – die sogenannten Vorbaurollladen.
Zum Nachrüsten eignet sich am besten der Vorbaurollladen. Eine Alternative ist der Aufsatzrollladen. Der Einbaurollladen eignet sich nicht fürs Nachrüsten, da der Rollkasten beim Hausbau direkt in die Fassade integriert wird.
Der Vorbaurollladen ist die erste Wahl, wenn Sie Rollläden nachrüsten möchten, da kein Fenstertausch und keine baulichen Veränderungen an der Gebäudehülle erforderlich sind. Sie können diesen Rollladen sogar im Altbau nachrüsten.
Der Vorbaurollladen besteht aus einem Rollladenkasten, dem Rollladenpanzer und Führungsschienen. Er kann mit einem Gurtzug oder elektrisch betrieben werden. Der Rollladenkasten wird einfach außen über dem Fenster in die Laibung oder an die Fassade gesetzt. Die Schienen werden unterschiedlich angebracht je nach Modell: entweder auf dem Fenster, an der Wand, in der Wand oder auch auf der Wand.
So wird der Vorbaurollladen montiert:
Messen Sie die Fensterlaibung an mehreren Stellen genau aus.
Bohren Sie ein Loch durch den Fensterrahmen für das Gurtband oder das Stromkabel (bei elektrischem Antrieb).
Stecken Sie die Führungsschienen auf den Rollladenkasten.
Bohren Sie ein Loch in den Fensterrahmen für den Gurt bzw. das Stromkabel.
Befestigen Sie die Führungsschienen mit dem Rollladenkasten am Mauerwerk oder Fensterrahmen und fädeln den Gurt oder das Kabel durch die Öffnung.
Beim Aufsatzrollladen geht der Kasten nach innen und die Führungsschienen sind direkt mit dem Fensterrahmen verbunden. Daher eignet sich dieser Rollladen nur zum Nachrüsten, wenn Sie auch Ihre Fenster austauschen lassen wollen. Die Fassade bleibt beim Nachrüsten unberührt.
Wenn Sie Rollläden nachträglich einbauen lassen wollen, finden die Arbeiten zum größten Teil auf der Außenseite des Gebäudes statt, teilweise über mehrere Stockwerke. Sparen Sie Zeit und Aufwand und beauftragen Sie eine Fachfirma, damit die Planung und Montage reibungslos verlaufen.
Wenn Sie Ihre Fenster mit Rollladen nachrüsten, können Sie nicht nur den Wohnkomfort, sondern auch die Sicherheit und Energieeffizienz Ihres Zuhauses verbessern. Die wichtigsten Vorteile im Überblick:
Blendschutz: Rollläden schützen vor Sonneneinstrahlung und ermöglichen es Ihnen, die Lichtverhältnisse in Ihren Räumen optimal zu regulieren.
Verdunkelung: Rollläden bieten eine Lösung gegen störende Lichtquellen wie Straßenlaternen und ermöglichen Ihnen einen erholsamen Schlaf in abgedunkelten Räumen.
Sichtschutz: Mit Rollläden schirmen Sie unerwünschte Blicke ab, so dass Sie Ihre Privatsphäre in den eigenen vier Wänden genießen können.
Lärmschutz: Indem Sie Außenrollladen nachrüsten, erhalten Sie eine zusätzliche Schallbarriere und reduzieren die Lärmbelastung, was zu einer ruhigeren Wohnumgebung führt.
Einbruchschutz: Rollläden wirken abschreckend auf Einbrecher. Wenn Sie sich für Aluminiumrollläden mit Hochschiebesicherung entscheiden, erhalten Sie einen zusätzlichen Schutz vor Einbruchversuchen.
Energieeffizienz: Lassen Sie einen Außenrollo nachrüsten, profitieren Sie von der isolierenden Wirkung. Die Räume bleiben im Sommer kühler und im Winter wärmer, was Heizenergie spart.
Einen Rollladen nachzurüsten kostet pro einfachem Fenster ca. 250 bis 650 Euro inklusive Montage. Die folgende Tabelle zeigt, wie sich die Kosten zusammensetzen:
Rollladen nachrüsten | Kosten* pro Fenster |
---|---|
Vorbaurollladen | 50 - 250 Euro |
Montage | 200 - 400 Euro |
* Preise sind Durchschnittswerte und dienen der Orientierung.
Am fachgerechten Einbau der Rollläden sollten Sie nicht sparen. Denn wenn Rollläden nicht korrekt eingesetzt werden, hakt der Panzer und die Konstruktion geht durch Fehlbelastungen schnell kaputt.
Konkrete Preise für Rollläden an Ihrem Haus erhalten Sie am besten direkt von Fachbetrieben. Diese können Sie beraten, welche Rollladen-Typen sich zum Nachrüsten eignen und erstellen Ihnen ein maßgeschneidertes Angebot.
Es gibt verschiedene Förderungen für Rollläden, die Sie auch beim Nachrüsten beantragen können:
Förderprogramm | Fördergegenstand | Konditionen |
---|---|---|
Erstmaliger Einbau oder Ersatz von außenliegenden Rollläden mit automatischer Steuerung der Tageslichtversorgung | - Zuschuss von 15 Prozent der förderfähigen Kosten - zusätzlicher Bonus von 5 Prozent mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) | |
Einbau neuer oder Dämmung und Ertüchtigung von vorhandenen Rollladenkästen beim Fenstertausch oder Fenstereinbau | - Zuschuss von 15 Prozent der förderfähigen Kosten - zusätzlicher Bonus von 5 Prozent mit iSFP | |
BEG-Einzelmaßnahmen, die bereits bewilligt, aber nicht ausgezahlt wurden | - zinsgünstiger Kredit bis zu 120.000 Euro je Wohneinheit | |
Komplettsanierung zum Effizienzhaus, worunter auch das Nachrüsten von Rollladen fällt | - zinsgünstiges Darlehen bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit - attraktiver Tilgungszuschuss |
Die „Bundesförderung Energieeffiziente Gebäude - Einzelmaßnahmen“ (BEG EM) steht sowohl für die Nachrüstung von Rollläden ohne Fenstertausch als auch für Rollläden zusammen mit neuen Fenstern zur Verfügung. In beiden Fällen ist eine Kombination mit dem Ergänzungskredit 358/359 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) möglich.
Wenn Sie Rollläden im Zuge einer Komplettsanierung zum Effizienzhaus nachrüsten wollen, können Sie den KfW-Wohngebäudekredit (261) beantragen.
Die Fördermittel müssen vor Beginn der Arbeiten beantragt werden. Ihr Fachbetrieb vor Ort berät Sie gern.
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